Forschen heilt Krebs - Erfolge öffentlich machen

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Behandlungsnetzwerk HIT für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren

Letzte Aktualisierung am: 09.04.2009

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Förderschwerpunkt seit dem Jahr 2000

Zusammen mit der Fachgesellschaft für Kinderkrebsheilkunde, der GPOH (Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie) hat die Deutsche Kinderkrebsstiftung das Behandlungsnetzwerk HIT, ein Verbundforschungsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren, ins Leben gerufen.

Im Förderschwerpunkt HIT-Netzwerk, unterstützt von der Deutschen Kinderkrebsstiftung mit derzeit insgesamt 1,16 Mio Euro pro Jahr, sind bundesweite Therapieoptimierungsstudien für die verschiedenen Hirntumorarten mit studienübergreifenden Referenzeinrichtungen für Neuropathologie, Neuroradiologie, Liquordiagnostik, Strahlentherapie und Biometrie verbunden.

Nutzen

Wie wichtig beispielsweise eine zweite Beurteilung der feingeweblichen Befunde und der mit Hilfe bildgebender Verfahren erstellten neuroradiologischen Befunde sein kann, zeigen die doch bemerkenswerten Raten an Diskrepanzen. Von diesen Befunden hängen im Einzelfall möglicherweise wichtige Therapieentscheidungen ab. Somit spielen die Referenzeinrichtungen mit Ihrer Expertise eine bedeutende Rolle im Sinne der Qualitätssicherung.

Resultat

Die überregionale Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche im Netzwerk ermöglicht jedem betroffenen Kind oder Jugendlichen, unabhängig von seinem Wohnort, eine nach heutigen Qualitätsstandards optimale Diagnostik, Behandlung und Nachsorge und eröffnet für viele Patienten Chancen durch den Einsatz neuer Therapieelemente.

Ziele, Struktur und Leistungen

„Die Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS) sind mit etwa 20% aller Krebserkrankungen die größte Diagnosegruppe unter den soliden Tumoren im Kindes- und Jugendalter. Trotz großer Fortschritte sind die Heilungsraten von Kindern mit Hirntumoren insgesamt immer noch schlechter als die von Kindern mit Krebserkrankungen außerhalb des Zentralnervensystems: Die vom Deutschen Kinderkrebsregister ermittelte Überlebensrate von Kindern mit Tumoren des ZNS lag nach 5 Jahren nur bei etwa 60%, obwohl weniger als die Hälfte der Tumoren feingeweblich einen hohen Grad der Bösartigkeit aufwiesen. Der Erfolg einer Therapie muss auch an der späteren Lebensqualität der geheilten Kinder gemessen werden, da neurologische, geistige, hormonelle und psychosoziale Störungen in der Folge nicht selten zu erheblichen Beeinträchtigungen führen.“

 

PD Dr. med. S. Rutkowski,

Sprecher des Behandlungsnetzwerks HIT,

Kinderklinik der Universität Würzburg, Deutschland

 

Hauptziel

des im Jahr 2000 etablierten HIT-Netzwerks ist eine flächendeckende Verbesserung und Sicherung der Qualität von Diagnostik (Neuropathologie, Neuroradiologie, Liquordiagnostik) und Therapie (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) durch effektive und kostensparende Vernetzung der Studienzentralen mit gemeinsamen Referenzzentren.

 

So können die Patienten bereits bei Erkrankungsbeginn dem für sie nach neuestem wissenschaftlichem Stand zutreffenden Behandlungszweig der entsprechenden Therapiestudie zugeordnet werden.

Weitere Ziele sind:

  • Vollständige Erfassung aller Kinder mit Hirntumoren im deutschsprachigen Raum
  • Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbereiche
  • Förderung der Früherkennung
  • Förderung von experimentellen Therapiestudien zur Prüfung neuer Therapieansätze
  • Bereitstellung von Tumormaterial zur Förderung der Grundlagenforschung (z.B. Krebsgene, Zelltod/Apoptose und Tumorgefäßneubildung/Neoangiogenese)
  • Erfassung der tumor- und therapiebedingten Spätfolgen und der Lebensqualität
  • Verbesserung der Lebensqualität durch eine risikoadaptierte Therapie
  • Strukturierung von Nachsorge und Rehabilitation