Forschen heilt Krebs - Erfolge öffentlich machen

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Immunologie

Letzte Aktualisierung am: 09.04.2009

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Eine Chance auf Heilung: auch für die am schwersten erkrankten Kinder

Die Blut-Stammzelltransplantation ist im St. Anna Kinderspital, insbesondere für Patienten mit aggressiven Krebsformen, aber auch bei angeborenen Erkrankungen des Immunsystems, überlebenswichtig.

 

Bis vor einigen Jahren war es üblich, Blut-Vorläuferzellen aus dem Knochenmark zu gewinnen. Die St. Anna Forschungsergebnisse haben allerdings gezeigt, dass die aus dem Blut gewonnenen Stammzellen (nach entsprechender Bearbeitung) ein deutlich besseres Wachstum im Empfänger haben und für diesen auch wesentlich besser verträglich sind.

 

Für den Spender ist die Entnahme der Stammzellen risikoärmer, für den Empfänger bedeutet dies eine raschere Regeneration der Blutbildung nach der Transplantation.

 

Mit Hilfe der neuen Molekulargenetik-Methoden kann die Regeneration der Blutzellen nach einer Transplantation überwacht werden. Bereits in den ersten Tagen nach der Transplantation kann eine drohende Abstoßung oder ein beginnender Rückfall der Erkrankung erkannt und therapeutisch rasch darauf reagiert werden.

 

Die ersten Monate nach der Transplantation sind ein kritischer Zeitraum für den Patienten. Durch Unterdrückung des Immunsystems muss die Verträglichkeit der gespendeten Stammzellen aus dem Empfängerorganismus erst „erlernt“ werden. Es besteht bis zur vollständigen Wiederherstellung des körpereigenen Abwehrsystems ein großes Infektionsrisiko.

 

Ziel der Transplantationsimmunologie ist es, Verfahren zu entwickeln, die beiden Aspekten gerecht werden.

Hoffnung durch Aktivierung der körpereigenen Abwehr

Andreas Heitger

Univ.-Doz. Dr. Andreas Heitger vermittelt dem Abwehrsystem spezielle Kennzeichen von Tumorzellen (Tumorantigene), gegen die das Abwehrsystem dann gezielt vorgehen kann. Er verändert Spenderzellen außerhalb des Körpers in einem Vorgang namens ‚Tolerisierung’ und belädt diese Zellen mit Tumorantigenen. Im Körper helfen diese dann dem Immunsystem, Tumorzellen als Bedrohung zu erkennen und erfolgreich anzugreifen. In Zukunft könnten derart präparierte Immunzellen bei der Stammzelltransplantation eingesetzt werden.