Forschen heilt Krebs - Erfolge öffentlich machen

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Forschung - warum?

Letzte Aktualisierung am: 09.04.2009

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Krebs im Kindes- und Jugendalter ist, nach Unfällen, die zweithäufigste Todesursache.

  • Krebs im Kindes- und Jugendalter ist selten.
  • In Deutschland und Österreich erkranken zwischen 2.150 und 2.180 1,2 PatientInnen bis fünfzehn Jahre jährlich neu an Krebs.
  • Leukämien und bösartige Tumoren sind trotz aller Fortschritte lebensbedrohliche Erkrankungen. Ohne adäquate Behandlung leben die jungen Patienten mitunter nur wenige Monate.
  • Das Spektrum der Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter (bis 18 Jahre) unterscheidet sich von dem bei Erwachsenen, auch Ursprung, Ausprägung und Verlauf weisen Unterschiede auf.
  • Viele Krebsarten bei Erwachsenen (z.B.: Lungenkarzinom, Magenkarzinom) sind bei Kindern praktisch nicht existent und umgekehrt. Bei Krebs im Erwachsenenalter spielen auch die Umwelt und toxische Belastungen, denen man ausgesetzt ist, eine große Rolle.
  • Bestimmte Krebsarten bei Kindern – so weiß man heute - entstehen aus embryonalen Zellen und können schon im Säuglingsalter ausbrechen.
  • Im Unterschied zu Tumorerkrankungen bei Erwachsenen zeigen die kindlichen Krebsformen ein aggressiveres, das heißt rascher fortschreitenderes Wachstumsverhalten.
  • Um krebskranke Kinder und Jugendliche mit Wirkstoffen zu behandeln, die für Erwachsene erprobt und zugelassen sind, reicht es nicht aus, die Dosis einfach nur anzupassen, denn der kindliche Organismus weist, bedingt durch die noch nicht abgeschlossene Entwicklung, große Stoffwechselunterschiede auf
  • Es gilt zu berücksichtigen, dass die Behandlungsmaßnahmen auf den kindlichen Organismus, der sich noch im Wachstum und in der Entwicklung befindet, andere Auswirkungen haben können als beim erwachsenen Patienten. Kurzfristige und langfristige Nebenwirkungen sowie psychosoziale Probleme können die Folge sein
  • Jahrzehntelange Erfahrungen haben gezeigt, dass die Krebszellen der jungen Patienten gegenüber Zellgiften wesentlich empfindlicher sind und die Betroffenen, im Vergleich zu Erwachsenen, eine bessere Toleranz gegenüber der Behandlung haben. Das heißt: Steht die passende Behandlung zur Verfügung, kann man die Krebserkrankung der Kinder und Jugendlichen, abhängig von der jeweiligen Krebsart, relativ gut in den Griff bekommen.
  • Aufgrund der geringen Patientenzahlen stellen die Kinderkrebsheilkunde und die Kinderkrebsforschung keinen finanziell attraktiven Markt für die Pharmaindustrie dar.
  • Die Kinderkrebsforschung ist für die Finanzierung biomedizinischer und klinischer Forschung von privaten Spendengeldern und öffentlichen Fördermitteln, wie zum Beispiel den EU-Forschungsförderungsprogrammen, abhängig.

 

Referenz:

1 „Krebs in Deutschland. Häufigkeiten und Trends“ von der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut, 5. überarbeitete Ausgabe, Saarbrücken 2006

2 Statistik Austria: „Krebsinzidenz im Überblick“