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18.07.2008 Sarkom-Awareness-Radtour
Letzte Aktualisierung am: 20.11.2008
Eine Aktion des EU-Projektes "Forschen heilt Krebs":
Elf Nationen radelten mit Teamgeist als Bewusstseins-Bildner für die St. Anna Kinder-Krebs-Forschung
(Wien, 2008-18-07). Im Rahmen des EU-geförderten Kommunikations-Projektes "Forschen heilt Krebs" radelten bei der Sarkom-Tour am 18. Juli Krebs-Kranke und ehemalige Patienten, darunter Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Mitarbeiter der St. Anna Kinder-Krebs-Forschung und engagierte Teilnehmer von Greifenstein zur Donauinsel, um auf eine seltene und heimtückische Krebsform, die Sarkome, aufmerksam zu machen.
Mit dabei im fast hundertköpfigen Sarkom-Team: St. Anna Irondoc Andreas Zoubek, der Mödlinger Friedensläufer des Österreichischen Jugendrotkreuzes Michael Dorfstätter und Ex-Radrennsportler Dietmar und Krebsforums-Begründer Dietmar Erlacher (Foto oben, links).
Fotos zur Veranstaltung finden Sie in unserer Fotogalerie und als Dia-Show in flickr und bei unserer Projektpräsentation „So war`s am 18. Juli 2008“.
Darüber hinaus können Sie den Event-Flyer herunterladen.
Ziel der Veranstaltung für die breite Öffentlichkeit
Die Aktion bezweckte, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Sarkome, eine Krebsart in den Knochen und Weichteilen, zu schaffen. Sarkome machen ca. 15 % aller Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus. Im Erwachsenenalter tritt die Erkrankung bei zirka einem Prozent auf.
Frühzeitige Diagnose ist das Um und Auf
Das internationale Team der Sarkom-Initiative

Besonders wichtig für die erfolgreiche Therapie ist die Früherkennung
erklärte Doz. Dr. Micheal Dworzak, Oberarzt am St. Anna Kinderspital. Mitunter werden Sarkome auch mit Sportverletzungen verwechselt. Erkenne man sie zu spät, so Dworzak, sei es häufig nicht möglich, die Geschwüre komplett zu entfernen, oder es ist bereits in anderen Körperregionen eine Streuung durch Tochtergeschwülste aufgetreten.
Mehr Details über Sarkome können Sie der Powerpoint-Präsentation "Die vergessene Krebsart"entnehmen.
Darüber hinaus können Sie einen Info-Flyer herunterladen
Presse-Arbeit in Greifenstein
(links) Bernert Martin, Kurier, Andreas Zoubek, Sandra Brezina-Krivda, PR
Ehemalige Kinder-Krebs-Patienten berichten
Martin Lüftl, ein Sarkom- Geheilter
"Das Überleben einer Krebserkrankung ist ein Sieg"
Dennoch stößt man auf viele Schwierigkeiten wie bei der Job-Suche, man wird ausgegrenzt. Viele verheimlichen daher ihre Krebserkrankung", berichtete Martin Lüftl, der im Alter von zwanzig Jahren, kurz vor seinem Antritt zum Präsenzdienst an einem Osteosarkom im linken Bein erkrankt war. Seine Therapie dauerte ein Jahr. Die primären Gründe für die soziale Diskriminierung und die Schwierigkeiten, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen, seien Zweifel an der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit.
Alexander Löhr, heute Medizin- und Informatik-Student, war vierzehn, als man bei ihm ein Ewing-Sarkom, bösartigen Knochen-Krebs, ebenfalls im linken Bein diagnostizierte. Während seiner Therapie versuchte er, sich selbst zu motivieren: "Ich hole mir mein Tennis-Racket wieder zurück". Doch die Angst, dass er nach der Erkrankung nicht mehr so fit wäre wie früher, machte ihm während seiner zehn-monatigen Therapie im St. Anna Kinderspital schwer zu schaffen. Heute gilt der 25-Jährige als geheilt
Hintergrund der Sarkom-Awareness-Radtour
Bruce Shriver, Begründer der US-Liddy Shriver Sarcoma Initiative, Sandra Brezina-Krivda, St. Anna Kinderkrebsforschung - Organisation
Eine Veranstaltung vieler weltweit vernetzter Events im Rahmen der "internationalen Sarkom-Bewusstseinswoche" (12.-19. Juli 2008):
Diese globale Sarcoma Awareness Week wurde von der Liddy Shriver Sarcoma Initiative mit Sitz in New York, USA, ins Leben gerufen. Die Initiative setzt Aktivitäten, um die Lebensqualität von Patienten mit Sarkom-Erkrankungen zu verbessern.
Primäre Ziele: Bewusstsein für und Aufklärung über die Erkrankung zu schaffen sowie Geldmittel zu lukrieren, um die biomedizinische Forschung und klinische Studien zu unterstützen.
Weltweit wurden in dieser Woche Menschen je nach ihren Fähigkeiten und Interessen aktiv: sie wanderten, kletterten, walkten, joggten, radelten, schwammen, um auf Sarkome und die Wichtigkeit der Erforschung dieser Erkrankung aufmerksam zu machen. Es beteiligten sich elf Nationen und insgesamt 5.000 Menschen.
Die Radtour führte entlang der Donau über Linz, Krems, die Wachau nach Wien. Koordiniert wurde die Radtour, von den Donauradfreunden. Die Tour wurde so gewählt, dass auch Familien mit ihren Kindern und sportlich Ungeübte daran teilnehmen konnten.
Mehr Details über die internationale Bewegung und Kooperation unter: http://www.team-sarcoma.net/?p=56
Werbung
Wir bedanken uns bei unseren Werbepartnern
Für die freundliche Unterstützung bedanken wir uns bei:
Almdudler | Columbus Fitness | Donauradfreunde | FBDS digital copy shop | Liddy Shriver Sarcoma Initiative | Krebspatienten für Krebspatienten | McDonald's | Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe | RadLand | Römerquelle | Pago | Zantho
Kommunikation mit Förderung der Europäischen Kommission
Sarkome sowie alle anderen Kinder-Krebsformen sind sehr selten.
In Österreich erkranken jährlich rund 250 Kinder und Jugendliche (bis zum Alter von 18 Jahren) an Krebs. Kontinuierliche Anstrengungen der Labor- und klinischen Forschung sind unerlässlich, um die Heilungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Krebs weiterhin zu verbessern.
Die Kinder-Krebsforschung wird in Europa primär aus Spenden finanziert. Hier Aufklärung zu betreiben, ist das Ziel des von der Europäischen Union geförderten Kommunikations-Projektes "Forschen heilt Krebs", das von der St. Anna Kinderkrebsforschung, der Deutschen Kinderkrebsstiftung, dem St. Anna Kinderspital und der Otto Pammer Filmproduktion koordiniert wird. Mehr dazu finden Sie unter "Forschen heilt Krebs - Das Projekt"
Was sind Sarkome?
Sarkome sind eine Krebsart des Bindegewebes, wie z.B. der Nerven, der Muskeln, des Knorpels, der Bänder, der Knochen oder der Blutgefäße.
Sie können überall im Körper entstehen, häufig versteckt in den Armen oder Beinen.
Wie häufig sind Sarkome?
Sie machen etwa 1% der Krebserkrankungen im Erwachsenenalter aus. Allerdings stellen sie zwischen 15% aller Krebsarten im Kindesalter dar.
Wie werden Sarkome behandelt?
Wenn möglich, entfernt man sie chirurgisch, also durch eine Operation. In vielen Fällen reicht aber eine Gewebeentnahme (Biopsie) aus, um dann mit einer Chemotherapie den Tumor zu verkleinern (präoperative Chemotherapie). Die weitere Behandlung besteht aus einer Operation und/oder einer Strahlentherapie.
Was ist das Heimtückische an Sarkomen?
Sie werden häufig nicht oder sehr spät erkannt. Manchmal werden sie mit Sportverletzungen verwechselt.
Erkennt man sie zu spät, ist es häufig schwierig oder nicht möglich, Sarkome komplett zu entfernen, oder es ist bereits eine Streuung (Metastasierung) aufgetreten.
Manche Sarkome sprechen nicht auf gängige Behandlungsmöglichkeiten an.
Mehr Details finden Sie unter http://tinyurl.com/3dtxp, erstellt von der "Liddy Shriver Sarcoma Initiative", ins Leben gerufen von Dr. Bruce und Bev Shriver.
Eine Videopräsentation, erstellt von Dr. Bruce Shriver, über Sarkome - die vergessene Krebsart, ist unter folgendem Link abrufbar: http://www.youtube.com/watch?v=Gu9H-y59RJQ


