Inhalt
RegenbogenFAHRT 2009
Letzte Aktualisierung am: 13.10.2009
Die Regenbogenfahrt macht Mut
Mut machen, informieren und aufklären heißt seit 16 Jahren die Devise der Regenbogenfahrt. Traditionell steuern die Regenbogenfahrer an der Wegstrecke liegende Behandlungszentren für krebskranke Kinder an und besuchen die jungen Betroffenen auf den Stationen der Kliniken. Vor allem geht es darum zu zeigen: „So wie wir könnt ihr es auch schaffen!“
RegenbogenFAHRT 2009 - Video
Aus eigener Erfahrung wissen die jungen Sportler nämlich nur zu gut, wie wichtig Hoffnungszeichen sind, um die schwierige Zeit der Therapie besser zu überstehen.
„Die Erfahrung zeigt, dass gerade Kinder und Jugendliche, die eine Krebserkrankung überwunden haben, ganz besonderen Ehrgeiz zeigen und absolut belastbar sind“, erklärte der Direktor der Kinderklinik Schwabing, Prof. Dr. Stefan Burdach, beim Start der diesjährigen Regenbogenfahrt in München.
„Der
Umgang mit Krebserkrankungen ist immer noch vielfach von Angst,
Ablehnung und Unsicherheit geprägt. Das bekommen gerade die jungen
Patienten zu spüren – sei es in Schule, im Freundeskreis
oder später im Beruf. Da gibt es noch erheblichen
Aufklärungsbedarf“,
so Jens Kort, Geschäftsführer der Deutschen Kinderkrebsstiftung, von der die Regenbogenfahrt alljährlich veranstaltet wird.
„Man
geht gestärkt aus der Krankheit hervor, ist viel dankbarer
für das Leben und kann es nehmen, so wie es kommt. Meine
Perspektive auf das Leben ist durch die Erkrankung eine andere geworden
– ich genieße anders, ich nehme anders wahr, viel
intensiver,“
erklärt Astrid Zehbe aus Berlin, Pressesprecherin und aktives Mitglied der Regenbogenfahrt 2009 | www.regenbogentour.de
Mit 16 erkrankte Astrid an Krebs. Heute gilt sie als geheilt. 2008 hat sie ihr Studium in Genf erfolgreich abgeschlossen.
Seit 1993 gibt es die größtenteils von der Deutschen Kinderkrebsstiftung finanzierte Regenbogentour, die alljährlich stattfindet. Heuer legen die Teilnehmer in den bunten Trikots 600 Kilometer von Mannheim nach Köln innerhalb einer Woche zurück. Die Tour verlangt den Radlern sportliche Höchstleistungen ab.
Mehr Details finden Sie im Tourflyer
Entlang ihrer Route besuchen die ehemaligen Kinderkrebspatienten zwischen 18 und 45 Jahren, unter ihnen auch Sportler mit Beinprothesen, Behandlungszentren für krebskranke Kinder und Jugendliche. Mit ihrer Einfühlsamkeit und der Weise, wie sie ihre Krankheit bewältigen, möchten sie Mut machen und nicht nur den Kindern, sondern auch deren Eltern und sogar dem Pflegepersonal zeigen, dass deren Arbeit Sinn macht und etwas bewirkt, nämlich Motivation, Unterstützung, Hoffnung und Glaube an die Heilung in dieser schwierigen Lebensphase zu geben.
„Man
fährt als lebendes Beispiel durch Deutschland. Wir fahren
unterschiedliche Kliniken an und zeigen den jungen Patienten, dass das
Leben danach weitergeht, man wieder Sport machen kann und man nicht
aufgeben soll,“
so Astrid.


