Forschen heilt Krebs - Erfolge öffentlich machen

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Großglocknerbesteigung und Regenbogentour 2009

Letzte Aktualisierung am: 21.09.2009

Die im Rahmen von „Forschen heilt Krebs“ stattfindenden Events mit ehemaligen Kinderkrebspatienten, die Großglocknerbesteigung in Österreich und die Regenbogenfahrt (eine anspruchsvolle Radtour) in Deutschland, sollen die außerordentliche körperliche und mentale Belastbarkeit und Zielstrebigkeit der jungen Krebs-„Survivors“ öffentlichkeitswirksam untermauern. Ein weiteres Ziel: Kindern und Jugendlichen, die an Krebs erkrankt sind, Mut zu machen und die positive Botschaft zu kommunizieren, dass es ein lebenswertes und aktives Leben nach dem Krebs gibt.

Kick-off: Raxtour 22.08.2009

Informationan hierzu gibt es im Eventbereich dieses Portals und auf unsere Kids & Teens-Seite.

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Persönliche Gipfeltreffen ehemaliger Kinderkrebs-Patienten (Survivors)

Für sich selbst eine unglaubliche Leistung – für junge Patienten mit Krebs ein starkes Mut-machendes Signal

Teilnehmer-Blog

forschenheiltkrebs.wordpress.com

Besuchen Sie unseren TeilnehmerInnen-Blog auf

forschenheiltkrebs.wordpress.com

 

Gipfelbild

Am 6. September startet in Österreich der Marsch zum Gipfel: Tourteilnehmer sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 37 Jahren, die im Kindes- und Jugendalter an Krebs erkrankt waren und mittlerweile als geheilt gelten, Mitarbeiter des St. Anna Kinderspitals, der St. Anna Kinderkrebsforschung und das Otto Pammer Filmteam.

 

Bild des Anstiegs

Mehrere Bergführer werden die Gruppe bei der sechstägigen alpinen Bergwanderung, die Schwindelfreiheit, eine gute körperliche Grundkondition und Fitness voraussetzt, begleiten.

 

Gestartet wird die Tour vom Lucknerhaus bei Kals in Osttirol. Weiter geht es über die Salmhütte, wo die jungen Leute eine Trittschulung am Fels und Gletscher mit Steigeisen sowie Instruktionen zur Verwendung von Anseilgurt und Seil erwartet. Über die Adlersruhe erfolgt schließlich die Erklimmung des heißersehnten Gipfels in 3.798 Metern Höhe. Für jeden der Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.

 

Auf der Rückreise erfolgt ein Besuch der Kinderkrebsbehandlungsstation in Graz. Wer, wenn nicht die Gipfelstürmer selbst, könnte wohl die jungen Patienten authentischer mit Mut beflügeln und beweisen, dass es ein aktives Leben nach dem Krebs gibt.

 

Symbolik der Gipfelbesteigung

Zwischen der Besteigung eines Berges, den sehr individuellen Wegen zur Heilung und den deutlich angestiegenen Heilungsraten dank rasanter Entwicklungen in der Kinderkrebsforschung gibt es viele Parallelen.

 

Bild des Anstiegs

Das Ärzteteam, die Pfleger und Psychologen an der Klinik, die Motivation durch die Familie säumen den Weg, den jeder junge Patient mit Krebs während seiner oft langwierigen und belastenden Therapie bis zur Heilung, bis zu seinem Sieg über die Krankheit zu gehen hat.

 

Die Seilschaft am Berg verbindet ebenso, bietet Sicherheit und ist die professionelle Anleitung, um Gefahren und Hindernissen auszuweichen.

 

Bild des Anstiegs

In 6 Tagen können die jungen Bergwanderer, die alle ein gemeinsames Schicksal und eine gemeinsame einzigartige Widerstandskraft verbindet, der „ganzen Welt“, aber vor allem sich selbst beweisen, dass sie etwas Einzigartiges geschafft haben. Sie stehen ihren Gleichaltrigen in nichts nach. Mitunter ist ihre positive Lebenseinstellung sogar wesentlich stärker.

Hintergrundgeschichte

Heilung ist mehr als Beseitigung der Krebserkrankung Die Survivors Großglocknertour 2009 geht auf ein Gemeinschaftsprojekt des St. Anna Kinderspitals und der Kinder-Krebs-Hilfe Elterninitiative zurück. Bereits 2006 bestiegen eine Gruppe ehemaliger Kinderkrebspatienten den Großglockner. In Österreich und Deutschland erkranken jährlich zirka 2.500 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren an Krebs (solide Tumoren oder Leukämie). Heute können mehr als 80% von ihnen geheilt werden. Heilung ist nicht nur die Beendigung der medizinischen Intensivtherapie, sondern bedeutet auch, dass die geheilten Kinder und Jugendlichen wieder ein unbeeinträchtigtes Leben führen können sollen, möglichst ohne bleibende Schäden, integriert in ihrem sozialen Umfeld, mit den gleichen Chancen, Rechten und Möglichkeiten wie Gleichaltrige. Nach der langwierigen und belastenden Therapie wünschen sich die Kinder und Jugendlichen mit der Diagnose „Krebs überstanden“ eine schnelle Rückkehr in Schule, Ausbildung und Beruf. Sie wollen wieder aktiv, integriert und vor allem von der Gesellschaft akzeptiert sein. Mehr Details

Zweifel in der Gesellschaft gegenüber Kinderkrebs-Überlebenden

Nach wie vor herrscht in unserer Gesellschaft gegenüber den Überlebenden, den sogenannten Survivors, in Hinblick auf physische und psychische Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit eine zögerliche Einstellung . So sind beispielsweise Probleme bei der Jobsuche, wenn sich die jungen Survivors gegenüber ihren „normalen“ Gleichaltrigen in Bewerbungsprozessen behaupten wollen, keine Seltenheit. Die Großglocknertour in Österreich und die Regenbogenfahrt in Deutschland sollen helfen, hier öffentlichkeitswirksame Zeichen zu setzen, um bestehende Vorteile in der Gesellschaft zu entkräften.

Regenbogentour 2009

Lesen Sie mehr über die Regenbogenfahrt  2009