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30. Mai 2010: Beflügelt vom Laufgedanken
Letzte Aktualisierung am: 28.05.2010
Vernetzt und hochmotiviert beim Österreichischen dm Frauenlauf im Wiener Prater
Der Ansturm auf den diesjährigen Österreichischen dm Frauenlauf ist gigantisch. Der größte Frauenlauf Kontinentaleuropas kann eine neue Teilnehmerinnenanzahl verzeichnen: 21.000 Läuferinnen und Walkerinnen
Nach nur 45 Tagen musste die Online-Anmeldung mit dieser enormen Rekordzahl als "ausverkauft" geschlossen werden.
Teamspirit, Spaß und Freude an der Bewegung,
Loslösung vom Alltag, die Natur, das gemeinsame Training im
Vorfeld mit einem genauen Ziel vor Augen, der Kick eines Wettkampfs,
die
mitreißende Atmosphäre dieser bombastischen
Frauenlaufsport-Veranstaltung und öffentlich für die
Bedeutung
der Kinderkrebsforschung auftreten:
dies sind die Beweggründe
unseres "Amazing Ladies"-Teams bestehend aus 27 Läuferinnen und Nordic Walkerinnen, aktiv dabei zu sein.
Statement Einer "Amazing-Ladies"-Teamkollegin
„Bewegung bedeutet für mich Freude und Lebendigsein, und ich versuche, so oft und so viel wie möglich zu laufen oder zu walken.
Um diese Freude einmal nach außen zu tragen, nehme ich dieses Jahr am Österreichischen dm Frauenlauf teil.
Beruflich bin ich aus vollem Herzen bei der St. Anna Kinderkrebsforschung engagiert.
Was liegt da näher, als diese zwei Dinge, die mir beide wichtig sind, miteinander zu verbinden und für unser Kinderkrebsforschungsinstitut anzutreten?“
Im Team werden sich St. Anna Mitarbeiterinnen, ehemalige Betroffene und Freundinnen gegenseitig unterstützen und motivieren.
Herzlichen Dank an unsereN Sponsor
Mit Hilfe der EMC2 Computer Systems Austria GmbH konnten die Startergebühren finanziert und eigens designte atmungsaktive Lauf-Team-T-Shirts produziert werden.
Die EMC Corporation (NYSE: EMC) mit Hauptsitz in Hopkinton, Massacussetts (USA), ist der weltweit führende Entwickler und Anbieter von Technologien für Informationsstrukturen. Unternehmen können auf dieser Basis mit Hilfe eines effizienten Datenmanagements den maximalen Nutzen aus ihren Informationen ziehen.
EMC Austria Teenage cancer aid project
2009 legte EMC Austria den Grundstein zur Etablierung eines nachhaltigen Sozialprojektes, um Jugendlichen nach Bewältigung ihrer Krebserkrankung mittels eines Mentorenprogramms, betreut von speziell geschulten EMC-Mitarbeitern, die Integration in die Arbeitswelt zu erleichtern. Denn Chancengleichheit gegenüber Gleichaltrigen ohne Vergangenheit mit Krebs existiert nicht immer. Oftmals dominieren Stigmatisierung und schlechtere Jobchancen den Arbeitsmarkt.
„Leider kommt es immer wieder vor, dass jugendliche Patienten, die die Behandlung eines Tumors erfolgreich überstanden haben, bei der Integration in die Arbeitswelt an Grenzen stoßen, die mit der Erkrankung zu tun haben, “
erklärt Dr. Reinhard Topf, Leiter des psychosozialen Teams des St. Anna Kinderspitals.
Genau hier setzt das "EMC Austria Teenage Cancer Project" an. Ziel ist es, diffuse Vorurteile abzubauen, dem mangelnden Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der ehemaligen Betroffenen entgegenzuwirken und vor allem das Selbstbewusstsein der jungen Erwachsenen zu stärken. Auch bei der Suche nach Jobs oder Lehrstellen konnte in einigen Fällen bereits konkret geholfen werden.
Die Initiative, die auch international von einigen EMC-Standorten mit großem Interesse verfolgt wird, konnte mittlerweile in Kooperation mit dem St. Anna Kinderspital und dem AKH noch weiter ausgebaut werden.
Insbesondere ehemalige Hirntumorpatienten leiden - bedingt durch den Tumor selbst oder durch Strahlen- und Chemotherapien - an Folgen, wie Aufmerksamkeits- und/oder Konzentrationsschwierigkeiten. EMC Austria finanzierte zehn Nintendo-Spielkonsolen samt entsprechender Software für neuropsychologische Trainingsprogramme für ehemalige Hirntumorpatienten. Vergleichbar mit einem Muskeltraining im Sport wird diese spezifische Lern-Software an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde im Arbeitsbereich Neuro-Onkologie eingesetzt.
abenteuer Österreichischer dm Frauenlauf
Das Ziel der Veranstaltung - Frauen für den Laufsport und auch für Wettkämpfe zu begeistern - konnte von Ilse Dippmann, der dm Frauenlauf-Organisatorin, zu 100 Prozent erreicht werden. Heuer werden sich 21.000 begeisterte Läuferinnen und Nordic Walkerinnen aus 67 Nationen den Bewerben stellen. Wer hätte dies jemals gedacht, als am 12. Juni 1988 unter dem Motto "Von Frauen für Frauen" der Startschuss für 440 Läuferinnen, seinerzeit noch im Laxenburger Schlosspark, fiel.
Das "Amazing-Ladies"-Team, organisiert von der DIRECT-Projektmanagerin Sandra Brezina (St. Anna Kinderkrebsforschung e.V.) und gesponsert von der EMC2 Computer Systems Austria GmbH, tritt mit 27 engagierten Teilnehmerinnen bei den 5- und 10-Kilometer Laufbewerben und bei der 5-Kilometer-Nordic Walking Distanz an den Start. Im Team vereint sind Mitarbeiterinnen der St. Anna Kinderkrebsforschung, Freundinnen und ehemalige Kinderkrebspatientinnen.
Statement von Lisbeth, 18 Jahre alt
Ehemalige Kinderkrebspatientin
„Ohne Sport wüsste ich die meiste Zeit nichts mit mir anzufangen. Ich durfte bereits zwei Mal die einzigartige Gruppendynamik und den Zusammenhalt erleben, der unter Ex-Patienten herrscht. Innerhalb von fünf Minuten ist man ein Bestandteil einer Gruppe aus bis dahin noch nie gesehenen Menschen und unterhält sich mit ihnen über Dinge, von denen oft nicht einmal die "normalen" Freunde etwas wissen.“
„Da das Interesse der Industrie, kindertaugliche Medikamente zu finden, aus wirtschaftlichen Gründen nicht ausgeprägt ist, finde ich die Arbeit der Kinderkrebsforschung ausgesprochen wichtig.“
Lisbeths Neuroblastomerkrankung im Alter von zwei Jahren konnte geheilt werden. Die Folgen: eine Hochtonschwerhörigkeit. Dennoch meistert sie ihr Leben wie „normale“ Jugendliche, geht Mountain biken, bergwandern, macht gerade ihren Führerschein, ihre Matura, und unterstützt aktiv das "Amazing Ladies"-Team beim dm Frauenlauf 2010.
DM Frauen Fun Run
Am 28. April 2010 fand bereits der dm Frauen Fun Run statt. 983 Frauen machten bei dieser Vorveranstaltung, so auch zwei Mitglieder des "Amazing-Ladies"-Teams.
„Das war Nervenkitzel pur und eine ganz schöne Herausforderung! Wenn über 980 Sportlerinnen loslaufen, ja eigentlich lossprinten, so entwickelt sich eine ganz eigene Dynamik. Bei so einer Gruppendynamik wird eine ungeheure Energie frei. Die 5 Kilometer haben sich schon sehr gezogen, aber wir sind stolz, durchgehalten und es geschafft zu haben. Und wenn man dann endlich durch den Zielbogen laufen kann: ein tolles Gefühl!“


