Forschen heilt Krebs - Erfolge öffentlich machen

NEWSPRESSEGESPRÄCH 09.12.2010
Spannungsfeld Kinderkrebs: Politisches Handeln in Österreich ist gefordert

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09.12.2010 Pressegespräch

Letzte Aktualisierung am: 14.12.2010

Spannungsfeld Kinderkrebs: Politisches Handeln in Österreich ist gefordert

„Was gilt der Prophet im eigenen Land“, fragen St. Anna Ärzte und Forscher 

Gruppenbild der Sprecherinnen

„Forschen heilt Krebs“: Mit dieser Botschaft widmete sich die international renommierte St. Anna Kinderkrebsforschung gemeinsam mit ihren Partnern von März 2008 bis Dezember 2010 einem EU-geförderten Kommunikationsprojekt mit dem Titel „DIRECT“. Ein Webportal, eine zweisprachige Broschüre über den Nutzen der Kinderkrebsforschung in Europa und die mit Pammerfilm realisierte TV-Dokumentation „Kleine Helden – große Chancen. Kinderkrebsforschung ein Europa“ mit DVDs waren wichtige Schritte zur nachhaltigen Sensibilisierung der Öffentlichkeit. „So konnten wir nachhaltig über die spezifischen Bedürfnisse krebskranker Kinder und der Langzeitüberlebenden aufklären“, erklärte Oberarzt Doz. Michael Dworzak, stellvertretender ärztlicher Leiter des St. Anna Kinderspitals und „DIRECT“-Projektpartner.  

Trotz der deutlich verbesserten Heilungsraten der jungen Patienten von weniger als zwanzig auf mehr als 75 Prozent in den letzten vierzig Jahren ist Krebs noch immer die am häufigsten zum Tode führende Kinderkrankheit in Europa. Mehr spezialisierte Forschung über die Ursachen und Besonderheiten von pädiatrischen Leukämien und bösartigen Tumoren, die sich in Vielem grundsätzlich von Krebs bei Erwachsenen unterscheiden und sehr selten sind, ist erforderlich. „Es gibt Kinderkrebserkrankungen, wo der Schnitt noch viel geringer ist und bei 40 bis 50 Prozent liegt. Hier ist noch ein deutlicher Steigerungsbedarf gegeben“, erklärte Doz. Heinrich Kovar, wissenschaftlicher Direktor der St. Anna Kinderkrebsforschung.

 

Die Themen rund um die Lücken der Kinderkrebsforschung in Österreich, die auch durch das EU-Projekt „DIRECT“ kommuniziert wurden, waren folgende:

  • Kinder und Jugendliche mit Krebs haben ein Recht auf rasch zugelassene Medikamente und standardisierte Krebstherapien. Eine entsprechende Basisförderung durch die Politik in Österreich – in Kooperation mit der wissenschaftlichen Community und der Pharma-Industrie – ist zur Finanzierung eines österreichischen Kindernetzwerkes erforderlich.
  • Bedürfnisse und Probleme erwachsener Kinderkrebs-Überlebender
  • Kinderkrebsforschung in Österreich: finanziert durch private Spenden und kompetitiv eingeworbene Fördermittel. In Österreich fehlt die Basisförderung.

Die Gesprächspartner

  • Univ.-Prof. Dr. Helmut Gadner (Institutsleiter der St. Anna Kinderkrebsforschung, Koordinator des EU-Projektes „DIRECT“)
  • OA Univ.-Doz. Dr. Michael Dworzak (stv. ärztlicher Leiter am St. Anna Kinderspital, Kinderkrebsforscher, Projektpartner von „DIRECT“)
  • OA Univ.-Doz. Dr. Ruth Ladenstein, MBA, cPM (Bereichsleitende Oberärztin am St. Anna Kinderspital, Präsidentin von SIOPE, internat. Gesellschaft für pädiatrische Onkologie-Europa, Leiterin des Koordinierungszentrums für Klinische Studien und Statistik der St. Anna Kinderkrebsforschung)
  • Univ.-Doz. Dr. Heinrich Kovar (wissenschaftlicher Leiter der St. Anna Kinderkrebsforschung, Partner des EU-Projektes „ASSET“)
  • OA Dr. Eva Frey (Oberärztin der hämato-onkologischen Ambulanz am St. Anna Kinderspital, Partnerin des EU-Projektes „ASSET“)

Downloads & Audio

Bilder zur Veranstaltung können hier heruntergeladen werden.

Die Pressemappe und einen Buchbeitrag von Doz. Dr. Ladenstein finden Sie hier als PDF

Tonmitschnitte

Univ.-Doz. Dr. Ruth Ladenstein über strikte und behindernde EU-Vorschriften

 

Univ.-Doz. Dr. Ruth Ladenstein über Forderungen der Kliniker und Forscher

 

Univ.-Doz. Dr. Heinrich Kovar über Kinderkrebserkrankungen

 

Univ.-Doz. Dr. Heinrich Kovar über künftige Sicherung der Kinderkrebsforschung

 

Univ.-Doz. Dr. Michael Dworzak über die aktuelle Situation krebskranker Kinder

 

Univ.-Doz. Dr. Michael Dworzak über das EU-Projekt „DIRECT“ bzw. "Forschen heilt Krebs"

 

Univ.-Doz. Dr. Eva Frey über die Nachbetreuung von Kinderkrebs-Überlebenden