Forschen heilt Krebs - Erfolge öffentlich machen

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Spätfolgen

Letzte Aktualisierung am: 26.02.2009

Da die Qualität des Überlebens von besonderer Bedeutung ist, müssen Spätfolgen sowohl studienspezifisch wie auch krankheitsübergreifend erfasst werden. Empfehlungen für die Erhebung von Spätfolgen und Lebensqualität als Basisprogramm in der Pädiatrischen Onkologie werden von LESS (Late Effects Surveillance System) und dem Arbeitsbereich Lebensqualität innerhalb des Kompetenznetzes Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (KPOH), gefördert durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung, erarbeitet. weitere Details

Zu den in der Öffentlichkeit wenig präsenten Problemen ehemaliger Kinder-Krebs-PatientInnen zählen mögliche:

  • vorübergehende oder bleibende medizinische Spätfolgen, wie verändertes Größenwachstum, verzögerte Pubertätsentwicklung bis zur Unfruchtbarkeit, Beeinträchtigung der Zähne bzw. Mundschleimhaut, der Schilddrüsen, eingeschränkte Funktion von Organ- systemen wie Niere, Herz oder Lunge, erhöhtes Risiko zur Entwicklung von Zweittumoren
  • psychosoziale Spätfolgen, das heißt Einfluß der Krebserkrankung und Behandlung auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen und deren Auswirkungen auf bestimmte Lebensbereiche

Reinhard Topf„Psychosoziale Spätfolgen, die die innere Befindlichkeit, Selbstbild und Selbstwert, Fähigkeiten, Beziehungen oder auch die soziale und berufliche Situation beeinträchtigen, können auch Monate oder Jahre nach der Erkrankung auftreten bzw. bestehen bleiben“


Dr. Reinhard Topf Leiter des psychosozialen Teams, St. Anna Kinderspital, Wien. Psychotherapeut, Gesundheits- psychologe und Klinischer Psychologe

 

Nachsorgeambulanz im St. Anna Kinderspital

Mit Hilfe der großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Kinder-Krebs-Hilfe Elterninitiative können am St. Anna Kinderspital ehemalige, inzwischen erwachsene KrebspatientInnen beraten und betreut werden. mehr Details

 

Weitere Details zur Sprechstunde für erwachsene, ehemalige KinderkrebspatientInnen

 

Nachsorge bei pädiatrischen krebspatienten

Lesen Sie hierzu folgende  Artikel:

"Überleben ist nicht genug. Nachsorge bei pädiatrischen Krebserkrankungen" sowie

"Nachsorge aus Sicht der Betroffenen. Oftmals fehlt notwendige Unterstützung", erschienen in der SONNE 2/09, der Zeitschrift der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe (SONNE 2/09: Seiten 3-7).


 Auszug:

...Eine gute Nachsorge ist für die Lebensqualität von KinderkrebspatientInnen enorm wichtig. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Langzeitnachsorge dar - die Frage, wer für die KinderkrebspatientInnen zuständig ist, wenn sie erwachsen werden, ist noch nicht wirklich geklärt...ein Bericht von Sabine Auckenthaler