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Nachsorge-Projekte
Letzte Aktualisierung am: 18.11.2008
Kinder, die eine Krebserkrankung erleiden
und dadurch monatelang von Gleichaltrigen isoliert sind, müssen auf Vieles verzichten, was zum Kindsein dazugehört. Sie brauchen Hilfe und Unterstützung, um diese Erfahrungen und Belastungen ohne größere seelische Schäden zu bewältigen.
Nachhaltige Auswirkungen
Die Auswirkungen einer Kinder-Krebs-Erkrankung bleiben nachhaltig für die ehemaligen Betroffenen selbst sowie für die gesamte Familie ein fixer Bestandteil des Lebens. Insbesondere während der medizinischen Intensivbetreuung, wo die Eltern das kranke Kind in der Klinik verstärkt unterstützen, sind die Geschwisterkinder oft auf sich allein gestellt. Gefühle von Verlassenheit, Eifersucht, Wut, ja sogar Angst selbst zu erkranken, sind keine Seltenheit.
Eine besonders schwierige psychische und soziale Situation ergibt sich für allein erziehende Eltern, die sich zwischen ihrer Berufstätigkeit und der Betreuung des kranken Kindes aufteilen müssen und zerrisen fühlen.
Den schmerzlichen Verlust eines Kindes – ob plötzlich oder nach langem Kampf mit der Krebserkrankung – zu verarbeiten, ist für alle Eltern und Geschwisterkinder ein besonders schmerzlicher Weg. Auch hier mit qualifizierten Trauerbegleitern Unterstützung zu bieten, ist Ziel von Nachsorge-Projekten.
Das Ziel der verschiedenen Nachsorge-Programme der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe und der Deutschen Kinderkrebsstiftung ist es, krebskranken Kindern, ehemaligen Kinder-Krebs-PatientInnen, Geschwisterkindern und betroffene Familien zu unterstützen,
- neuen Mut und neue Kraft nach langer Zeit der Therapie zu schöpfen
- sich im Kreis anderer Betroffener auszutauschen
- mit spezifischen Erfahrungen und veränderten Lebensbedingungen besser umgehen und in das eigene Leben zu integrieren lernen
Projekte in österreich:
„Leben mit und nach dem Krebs. Die Nachsorge-Projekte der Kinder-Krebs-Hilfe & Infos zu Camps“ sind sind unter der Website der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe verfügbar.
„Ritt ins Leben“, ein TV-Dokufilmprojekt der Steirischen Kinder-Krebs-Hilfe unter der Federführung von Univ.-Prof. Dr. Christian Urban in Kooperation mit pre tv
Projekte in Deutschland
Detaillierte Infos der Deutschen Kinderkrebsstiftung unter:
Ferienwohnungen für Familien mit krebskranken Kindern:
Familienorientierte Rehabilitation:
JEBEK (Junge Erwachsene/BerufseinsteigerInnen – ehemalige KinderkrebspatientInnen)
JEBEK ist ein Bildungs- und Berufseinstiegsprojekt der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe für junge ehemalige Kinderkrebspatienten.
Das Serviceportal JEBEK soll jungen Erwachsenen, die in ihrer Kindheit oder Jugend an Krebs erkrankten, den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. Die Plattform dient
- der Aufklärung über die Leistungsfähigkeit der jungen Erwachsenen bzw. Berufsanwärter,
- der Information und Unterstützung bei beispielsweise Bewerbungen und Weiterbildungsmöglichkeiten (wie dem EDCL-Projekt: Chance für KrebspatientInnen ab dem 12. Lebensjahr, kostenlos das international anerkannte und standardisierte Zertifikat des Computerführerscheins zu erwerben), und
- als Website für die Wirtschaft, um Stellenangebote zu platzieren, und als Anlaufstelle für Jobsuchende
„
Für junge Erwachsene, die den Krebs besiegt haben, als geheilt
entlassen wurden und genauso leistungsfähig sind wie ihre
Altersgenossen, zählen Beruf und finanzielle Unabhängigkeit
zu ihren wichtigen Lebenszielen.
Diese Personengruppe hat es bei der hartumkämpften
Arbeitsplatzsuche besonders schwer. Die Integration in ein normales
Berufsleben mit gleichen Chancen, ohne Vorurteile erwies sich bisher
als sehr schwierig. Arbeitgeber haben Vorbehalte diese Berufseinsteiger
einzustellen, zweifeln an Leistungsfähigkeit und fürchten,
dass lange Krankenstände bevorstehen.
Mit Hilfe der Österreichischen Computergesellschaft und der
Unterstützung des St. Anna Kinderspitals, sowie der AKH
Kinderonkologie gelang es der Kinder-Krebs-Hilfe für Wien, NÖ
u. Burgenland Elterninitiative, das Serviceportal www.jebek.org
ins Leben zu rufen. Ziel dabei ist es, den jungen Erwachsenen eine
„normale“ Eingliederung in das Berufsleben zu
ermöglichen,“
erklärt Susanne Löhr, Vorstandsmitglied der Kinder-Krebs-Hilfe für Wien, NÖ und Bgld. Elterninitiative www.kinder-krebs-hilfe.at


