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Heilung & Nachsorge
Letzte Aktualisierung am: 18.11.2008
In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl von PatientInnen, die erfolgreich wegen einer Krebserkrankung im Kindesalter behandelt wurden, stetig angestiegen.
Mehrere 100.000 Menschen sind heute von ihrem Krebs im Kindesalter geheilt. Sie schließen ihre Schul- und Berufsbildung ab und treten als aktive, den Anforderungen des Lebens gewachsene Mitglieder der Gesellschaft ins Erwachsenenalter ein. Eine liberale Gesellschaft sollte sicherstellen, dass Überlebende einen ebenbürtigen Zugang zu Erziehung, Anstellung, Versicherung und medizinischer Versorgung haben.
„Verbesserungen in der pädiatrischen Onkologie und gesteigerte Überlebensraten nach Krebs im Kindes- und Jugendalter“ von Giuseppe Masera
„Die
meisten Überlebenden zeichnen sich durch hohe Belastbarkeit und
eine post-traumatische Widerstandsfähigkeit aus. Sie verfügen
über eine große psychische Reife, viel
Einfühlungsvermögen und eine hohe Wertschätzung des
Lebens.“
Univ.-Prof. Masera
ärztlicher Direktor der Abteilung für pädiatrische Onkologie und Hämatologie an der Univ.Klinik Monza, Italien, Leiter der italienischen Studiengruppe für akute lymphatische Leukämie im Kindes- und Jugendalter
Die Erice Deklaration
Das von 45 internationalen pädiatrischen Krebsspezialisten (Onkologen, Psychologen, Pflegepersonal, Epidemiologen, Eltern und Überlebenden) aus 13 europäischen Ländern (zusätzlichen 5 Experten aus Nord-Amerika) veröffentlichte „Erice Statement“ beinhaltet die Definition von „Heilung“ und Details zur Organisation der Nachbeobachtung und Nachsorge von Überlebenden einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter.
Lesen Sie hierzu auch den Artikel "Vom Krebs geheilt. Die Erice Deklaration", erschienen in der Zeitschrift die SONNE der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe (SONNE 1/09, Seite 7), der sich mit folgender Fragestellung beschäftigt:
Gelten Menschen, die als Kind eine Krebserkrankung durchmachten, später als geheilt oder bleiben sie für immer "Risikofälle"? Wie sollte ihre Nachsorge gestaltet sein? Ein Bericht von Sabina Auckenthaler.


