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Randgebiete der Medizin
Letzte Aktualisierung am: 27.10.2008
Nach Unfällen ist Krebs bei Kindern und Jugendlichen die zweithäufigste Todesursache.
Typische Kinder-Krebsarten, wie etwa bestimmte Leukämien und spezielle Formen von Gehirntumoren, ebenso wie das Neuroblastom oder das Retinoblastom (Augentumor) kommen bei Erwachsenen prinzipiell nicht vor.
Kinder-Krebs-Erkrankungen zeigen im Unterschied zu Krebs bei Erwachsenen ein aggressiveres, d.h. ein rascher fortschreitenderes Wachstumsverhalten. Krebskranke Kinder ohne effiziente Therapie leben nur wenige Monate.
Um die jungen Betroffenen mit Wirkstoffen zu behandeln, die für Erwachsene erprobt und zugelassen sind, reicht es nicht aus, die Dosis einfach nur an das Körpergewicht anzupassen. Der kindliche Organismus weist, bedingt durch die noch nicht abgeschlossene Entwicklung, große Stoffwechselunterschiede auf.
Jahrzehntelange Erfahrungen haben gezeigt, dass die Krebszellen der jungen PatientInnen gegenüber Zellgiften wesentlich empfindlicher sind und die Betroffenen, im Vergleich zu Erwachsenen, eine bessere Toleranz gegenüber der Behandlung haben. Durch das bessere Verständnis infolge intensiver Forschung konnten moderne Therapie-Methoden entwickelt und die Überlebenschancen wesentlich gesteigert werden.


