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Nicht zugelassene Medikamente
Letzte Aktualisierung am: 18.11.2008
In Österreich werden jährlich rund 150 neu erkrankte Kinder, in Deutschland zirka 2.000 neue Fälle unter 15 Jahren registriert. Zählt man in Österreich die Neuerkrankungen der jungen PatientInnen im Alter bis zu 18 Jahren hinzu, steigt die jährliche Anzahl auf durchschnittlich 250 PatientInnen. Aufgrund der geringen Zahlen gibt es für krebskranke Kinder und Jugendliche nur wenige zugelassene Medikamente.
Ziel der Therapie-Optimierungs-Studien (TOS) ist es, in allen beteiligten Kinder-Krebs-Behandlungszentren einheitliche Therapie-Standards nach dem aktuellsten Wissensstand zu entwickeln und anzuwenden. Die jungen PatientInnen werden dabei größtenteils mit Medikamenten behandelt, die nur für das Erwachsenenalter freigegeben, jedoch für die Behandlung von bösartigen Erkrankungen im Kindesalter eigentlich nicht zugelassen sind. Folglich greifen auch heute noch die behandelnden Ärzte in den TOS-Studien auf diese nur für Erwachsene zugelassenen Medikamente zurück.
Die nicht-zugelassene („off-label“) Anwendung dieser Arzneimittel hat während der vergangenen Jahrzehnte allerdings wesentlich zur Steigerung der Überlebens- und Heilungsrate von an Krebs erkrankten Kindern beigetragen.
"Diese so genannte off-label Anwendung von Medikamenten nutzen Ärzte auch heute noch mit angepasster Dosierung und in veränderten Kombinationen sehr erfolgreich
Univ.-Doz. Dr. Michael Dworzak
Oberarzt am St. Anna Kinderspital,
Forscher am St. Anna Kinderkrebsforschungs-Institut und FORSCHEN HEILT KREBS Partner


