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Krebs bei Kindern und Jugendlichen
Letzte Aktualisierung am: 18.11.2008
Krebserkrankungen sind bei Kindern und Jugendlichen sehr selten. Dennoch stellt Krebs in den westlichen Industrieländern bei den Ein- bis 15-Jährigen immer noch die häufigste Todesursache nach Unfällen dar.
Die Heilungschancen konnten in den letzten vierzig Jahren erheblich gesteigert werden. Fortschritte in Diagnostik zur Früherkennung und individualisierter Therapie waren entscheidend für diese Entwicklung. Wesentliche Erfolgsfaktoren der Kinder-Krebs-Forschung waren uns sind dabei internationale Zusammenarbeit der Experten in Netzwerken und Therapie-Optimierungs-Studien.
Einen Anteil an der Steigerung der Überlebenschancen hat auch die in den letzten Jahren rasch stattgefundene Entwicklung neuer Biotechnologien.
Eine weitere Verbesserung der bestehenden Behandlungs-Optionen ist allerdings erforderlich, um letztendlich allen krebskranken Kindern und Jugendlichen die gleichen Heilungschancen bieten zu können.
Kontinuierliche Fortschritte auf dem Gebiet der Kinder-Krebs-Forschung sind kostenintensiv und erfordern intensive Aufklärungs-Arbeit:
Bei immer knapper werdenden Ressourcen und verstärktem Wettbewerb um Fördermittel ist es wichtig, in der Öffentlichkeit und bei Entscheidungsträgern das Verständnis zu wecken, dass für das weitere Anheben der Überlebensraten und für die Steigerung der Lebensqualität der geheilten jungen Menschen die entsprechenden finanziellen bereitgestellt werden müssen.
Was ist Krebs?
Der Körper besteht aus Milliarden von Zellen, die ständig neue Zellen bilden, indem sie sich teilen, während die alten nach einer gewissen Zeit absterben. Als Krebs bezeichnet man alle bösartigen Erkrankungen, die durch ein unkontrolliertes Wachstum von veränderten Zellen gekennzeichnet sind. Bei diesem Prozess entstehen viele unreife Zellen, die sich ständig vermehren, die gesunden Zellen verdrängen, aber im Körper keinerlei Funktion übernehmen.
Krebs kann verschiedene Organe und Gewebe betreffen. Eine Ansammlung von nicht normal gewachsenen Zellen, die eine Geschwulst bilden, nennt man Tumor. Sie zerstören das umliegende Gewebe und bilden Tochtergeschwülste aus. Diese Tochtergeschwülste nennt man Metastasen. Je nach Herkunft der betroffenen Gewebe wird die Krebs-Erkrankung unterschiedlich bezeichnet. Bei Befall der blutbildenden Organe spricht man von Leukämie.


