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Kick-off der Großglockner-Tour 2009
(Preiner Gscheid 22.08.2009) Für die Vorbereitungstour der Großglockner-Besteigung 2009, die im Rahmen des EU-geförderten Projektes „Forschen heilt Krebs“ organisierte wurde, entschied man sich für das Raxgebiet.
Kennenlernrunde der Teilnehmer und Austausch mit Großglockner-Veteranen
Am Vortag lernten sich die 9 Teilnehmer des Großglockner-Projektes, ehemalige Kinderkrebspatienten im Alter von 17 bis 37 Jahren aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Deutschland, Polen und der Slowakei, bei einem gemütlichen Beisammensein in einer Pizzeria mit anschließendem Eissalon-Besuch kennen. Die beiden „Großglockner-Veteranen“ Peter, ein junger Kinderkrebs-Überlebender (= Survivor), und Daniela, klinische Psychologin, die beide den höchsten Berg Österreichs bereits 2006 bei einem Gemeinschaftsprojekt des St. Anna Kinderspitals und der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe Elterninitiative bezwungen hatten, konnten der Gruppe so manche wertvolle Tipps geben.
Rax-Übungstour bei Nebel und Regenschauern
Gestartet wurde die Trainingsbergwanderung beim Preiner Gscheid. Die siebenköpfige Truppe (zwei waren für die Übungstour leider terminlich verhindert) wurde vom Bergführer Hans Thurner, von Mitarbeitern der St. Anna Kinderkrebsforschung, des Kinderspitals, der Otto Pammer Filmproduktion und einer Outdoor-Psychologin begleitet.
Der Aufstieg entlang einer alten Skipiste über steiniges Gelände zwischen den Wäldern und Almwiesen bis zum „Schlangenweg“ war bereits sehr schweißtreibend. Die Luftfeuchtigkeit war enorm. Im Siebenbrunnenkessel erfolgte eine vorübergehende Aufteilung der Gruppe.
Schlangenweg und Karl-Kantner-Steig
Die 23 jährige Slowakin Zuzana bezwang gemeinsam mit ihrer Wegbegleiterin, einer Mitarbeiterin der St. Anna Kinderkrebsforschung und Petzi, einem marschierfreudigen Gold Retriever, den steilen Schlangenweg.
Die Übrigen begaben sich zur gegenüberliegenden Seite der Steilrinne, von der aus sie in den Schlangenweg einsehen konnten, und kletterten unter den Anweisungen des Bergführers Hans Thurner den mit Trittbügeln und Eisenstangen versicherten Karl-Kantner-Steig empor. Auf dem Hochplateau beim Karl-Ludwig-Haus kam die Gruppe dann wieder zusammen.
Herausforderungen bewältigen trotz Prothese
Im Alter von neunzehn Jahren wurde bei Zuzana ein Osteosarkom, Knochenkrebs, im linken Bein diagnostiziert. Die Erkrankung ist ohne Therapie tödlich. Zuzana musste der Unterschenkelknochen teilamputiert werden. Seitdem lebt sie mit einer Endoprothese. „Rad fahren ist leider nicht möglich bzw. habe ich noch keinen Radhersteller gefunden, der mir das Fahrrad meinem Handicap entsprechend umbauen könnte“, bedauert die junge Slowakin.
Zwei erreichte Gipfel
Bei der siebenstündigen Bergwanderung erklomm die junge Frau gemeinsam mit den übrigen Tourteilnehmern vom Hochplateau aus zwei Gipfel: die 2007 Meter hoch gelegene Heukuppe und den Predigtstuhl in 1902 Metern Höhe.
Insbesondere der Abstieg über den Waxriegelsteig, der teilweise äußerst schmal und steil war und über ausgewaschene Felsstufen und locker sitzende Steinbrocken führte, stellte eine große körperliche Anstrengung für die gesamte Gruppe dar. Immer wieder gingen Regenschauer nieder. Das ständig wechselnde Wetter erforderte Flexibilität. Wasserdichte Kleidung und wärmere T-Shirts wurden mehrmals aus- und wieder eingepackt. Der Boden war aufgeweicht und sehr rutschig. Erst nach einer gewissen Zeit des Ausprobierens wuchs das Vertrauen in die Rutschfestigkeit der Bergschuhe.
„Natürlich ist der Kraftaufwand wesentlich größer, wenn man auf nassem, felsigen, mitunter sehr steil abfallenden Gelände mit einer Beinprothese unterwegs ist, aber die Gruppe hat mich massiv unterstützt und ich konnte neue, für mich wichtige Grenzen erfahren,“
resümierte Zuzana. Der Tour auf den Großglockner schloss sich Zuzana heuer noch nicht an, da sie es sich derzeit noch nicht zu 100 Prozent zutraute bzw. das Großglockner-Projekt vom Zeitrahmen her anders strukturiert hätte werden müssen. Zuzana kommentierte ihre Entscheidung optimistisch:
„Meinen Großglockner habe ich für dieses Jahr erreicht. Natürlich ist der Kraftaufwand wesentlich größer, wenn man auf nassem, felsigen, mitunter sehr steil abfallenden Gelände mit einer Beinprothese unterwegs ist, aber die Gruppe hat mich massiv unterstützt und ich konnte neue, für mich wichtige Grenzen erfahren,“ resümierte Zuzana.
Der Tour auf den Großglockner schloss sich Zuzana heuer noch nicht an, da sie es sich derzeit noch nicht zu 100 Prozent zutraute bzw. das Großglockner-Projekt vom Zeitrahmen her anders strukturiert hätte werden müssen. Zuzana kommentierte ihre Entscheidung optimistisch: „Der Weg ist das Ziel.“
Leicht müde von den körperlichen Anstrengungen des Tages, aber sichtlich voller Energie durch das wundervolle Naturerlebnis – herrlich blühende Edelweiss auf dem Weg zum Predigtstuhl, Salamander und scheue Gämsen, die sich in Sichtweite auf Bergwänden bewegten – kehrte die Gruppe freudestrahlend beim Zielpunkt ein.





